Das sagen unsere Mitarbeiter aus der Klinik Möhnesee
Mitarbeiter-Interview
Reha ist keine Sackgasse, sondern die Zukunft!
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Frau Gockel-Berger, uns interessiert zunächst, was Sie mal bewogen hat Ärztin zu werden?
Ich habe mich schon als Jugendliche dafür interessiert, wie der menschliche Körper funktioniert. Hinzu kamen ein spannender Bio-Leistungskurs in der Schule und sicher auch ein gewisser Idealismus, der mich motivierte Medizin zu studieren. Während des Studiums habe ich dann in einem psychiatrischen Krankenhaus gejobbt und meine Begeisterung für meinen heutigen Beruf als Psychiaterin und Psychotherapeutin entdeckt.
Was meinen Sie, können Sie Ihre ursprünglichen Ziele und Motive heute in Ihrer täglichen Arbeit verwirklichen?
Auf jeden Fall. Mit meinem Beruf wollte ich Menschen helfen und das kann ich heute. Das gibt mir eine Menge zurück. Ohne diesen Sinn würde mir eine Beschäftigung schwer fallen.
Helfen kann man ja als Ärztin auch in Akuthäusern. Was hat Sie bewogen in die Rehabilitation zu gehen?
Nach meiner Facharztausbildung und abgeschlossener Familienplanung hatte ich den Wunsch nach einer weiteren beruflichen Herausforderung, welche sich mit meiner Familie vereinbaren lässt. In der Klinik Möhnesee habe ich sie gefunden. Hier kann ich meiner Tätigkeit verantwortungsvoll nachgehen und als Oberärztin in Teilzeit arbeiten. Diese Vereinbarkeit meiner Rolle als Mutter von drei Kindern mit meiner Arbeit bedeutet eine hohe Lebensqualität und Lebenszufriedenheit für mich.
Also ist für Sie das Hauptkriterium in der Rehabilitation zu arbeiten, die Planbarkeit?
Die Planbarkeit ist für mich ein wichtiges Kriterium, ja. Wenn Sie Kinder haben, müssen Sie sich auf geregelte Arbeitszeiten verlassen können. Die haben Sie so in einem Akuthaus nicht, wo Sie ständig noch „10 Minuten“ dranhängen müssen. Trotzdem wollte ich mich ja auch beruflich weiterentwickeln. Die Klinik Möhnesee hat mir die Chance geboten, Verantwortung zu übernehmen und den Karrieresprung zur Oberärztin zu machen, auch in Teilzeit.
Was ist mit Ihrer Berufung als Ärztin – haben Sie jetzt die wirklich interessanten Fälle zugunsten der Planbarkeit aufgegeben?
Nein, das denke ich nicht. Für meine Patienten trage ich die volle Verantwortung, ich tausche mich täglich mit einem kompetenten Team aus Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern aus. Als Ärztin bin ich auch in der Rehaklinik voll gefordert, zumal die Patienten heute aufgrund der kürzeren Verweildauern immer mehr Ähnlichkeit mit den Fällen aus der Akutpsychiatrie haben. Hier haben die Aufgaben der Ärzte in der Rehabilitationsmedizin eine ganz andere Dimension erreicht als früher.
Reha ist heute also kein „Fango und Tango“ mehr?
Das Vorurteil kenne ich, aber erlauben Sie mir eine persönliche Sichtweise dazu: Fango fördert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem, lindert Schmerzen, entspannt. Und Tango? Tango kann Dramatik und Trübsal in pure Lebensfreude verwandeln. Wenn wir hier in der Reha über Therapien verfügen, die gesund und glücklich machen, und es gelingt, dass Patienten durch die Reha wieder mit Freude und Zufriedenheit an den verschiedenen Lebensbereichen teilnehmen, haben wir doch einen guten Job gemacht, oder? (lacht)
Und das Vorurteil, dass die Rehamedizin „eine Sackgasse für Mediziner“ sei, kennen Sie das auch? Was sagen Sie dazu?
Ich kann das aus meiner Biografie nicht bestätigen. Ich habe mich zum Beispiel nach meinem ersten Jahr bei Dr. Becker als Psychotherapeutin mit eigener Praxis selbstständig gemacht. Und auch der Weg in die Akutmedizin steht einem ja weiterhin offen. Warum sollte es also eine Sackgasse sein? Wenn man außerdem beobachtet, für wie viele Menschen der Arbeitsplatz eine solche Belastung darstellt, dass sie sich einer psychosomatischen oder psychotherapeutischen Behandlung unterziehen müssen, wir aber alle gleichzeitig aufgrund des demografischen Wandels immer länger arbeiten müssen, dann können Sie sich ausrechnen, welchen Bedeutungszuwachs die Rehabilitationsmedizin erfahren wird. Reha ist keine Sackgasse, sondern die Zukunft!
Kommen wir noch mal zu Ihnen und ihrer Arbeit. Was macht aus Ihrer Sicht die Arbeit in der Dr. Becker Klinik Möhnesee spannend?
Wir haben ja gerade eben schon über psychisch belastende Arbeitsplatzsituationen gesprochen. Dies trifft insbesondere für Mitarbeiter aus dem Gesundheits- und Sozialwesen zu. Für sie bietet die Klinik Möhnesee ein qualifiziertes Therapieprogramm an, das ich für sehr wesentlich halte. Zumal diese fachliche Spezialisierung ein hohes Maß an Expertenwissen fördert und fordert. Das finde ich spannend. Gleiches gilt natürlich für unsere enge Kooperation der kardiologischen und psychosomatischen Abteilungen im Bereich der Psychokardiologie.
In welcher Rolle sehen Sie sich selbst bei Ihrer Arbeit?
Ich sehe mich als eine Art Coach, der gemeinsam mit dem Patienten und den Kollegen aus den anderen Berufsgruppen an der Realisierung der gemeinsam vereinbarten Rehaziele arbeitet. Und ich sehe mich natürlich als ein Vorbild: wer Patienten die Work-Life-Balance als Haltung nahebringen will, sollte sie möglichst auch selbst leben.
Haben Sie ein Hobby, das Ihnen besonders wichtig ist? Wodurch stellt die Dr. Becker Klinik Möhnesee Ihrer Meinung nach Work-Life-Balance sicher?
In meiner Freizeit sind mir meine Familie, Sport und die Schönheit der Natur besonders wichtig. Wenn ich möchte, kann ich das mit meiner Arbeit in der Klinik Möhnesee verknüpfen: Das Haus liegt inmitten einer bestechend schönen Natur am Nordufer des Möhnesees und sowohl die Klinik als auch die Umgebung bieten viele Freizeitangebote. Dass ich hier eine gute Balance herstellen kann, liegt einerseits natürlich an meiner Teilzeittätigkeit in attraktiver Position. Andererseits hat es aber auch viel mit der Unternehmenskultur zu tun. Die geschäftsleitenden Schwestern, Petra und Ursula Becker, haben beide selber Familie. Ich glaube, dass das auch der Grund ist, warum im Unternehmen die „Work-Life-Balance“ ein wirklicher Wert ist, und nicht nur eine hohle Floskel, um Personal zu akquirieren.
Was bietet die Klinik diesbezüglich ihren Mitarbeitern konkret an?
Wir haben zum Beispiel zweimal die Woche einen angeleiteten, einstündigen Spinningkurs für Mitarbeiter, der von der Klinikleitung organisiert und bezahlt wird. Meine Arbeitszeit, 20 Stunden die Woche, konnte ich mir, natürlich in Rücksprache, selbst einteilen. Ich bin jetzt an 4 Tagen die Woche 5 Stunden da. Eine Kollegin von mir teilt sich ihre Zeit lieber auf dreimal 8 Stunden ein. Dieses Mitspracherecht zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich, dass die Work-Life-Balance als Teil der Unternehmenskultur ernst genommen wird und erwünscht ist.
Eine letzte Frage zum Schluss: Wem würden Sie einen Job in der Klinik Möhnesee empfehlen und warum?
Einen Job in der Klinik Möhnesee würde ich dem empfehlen, der als Teamplayer eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche Tätigkeit in einem ganzheitlich orientierten Kliniksetting mit strukturierten Arbeitsabläufen und geregelten Arbeitszeiten sucht.


